United Nations High Commissioner for Refugees

Asylsuchende sind nicht illegal

Vorurteil: Schlepper bringen uns die Illegalen ins Land

Ein Reisepass ist für Österreicher nichts Besonderes: Mit diesem Ausweis steht einem die Welt offen. Ein Großteil der Weltbevölkerung kann davon aber nur träumen.

In manchen, meist ärmeren Ländern ist es überhaupt unmöglich, eine Ausreisebewilligung oder ein Reisedokument zu bekommen. Und selbst für Menschen, die einen Pass besitzen, heißt es an der Grenze zu vielen Staaten: Kein Zutritt!

Menschen, die verfolgt werden – weil sie zum Beispiel das Regime kritisieren – können außerdem nicht einfach die Landesgrenze überqueren, sondern müssen unbemerkt das Land verlassen. Die Grenzen dicht zu machen, könnte für Asylsuchende ein Leben in Gefangenschaft und Verfolgung bedeuten, im schlimmsten Fall sogar ein Todesurteil.

Asylsuchende sind nicht illegal

Illegal, also ohne Reisedokumente, nach Österreich zu kommen, bedeutet nicht automatisch, dass man „böse“ oder „kriminell“ ist. Für Menschen auf der Flucht ist die illegale Aus- und Einreise häufig die einzige Möglichkeit, überhaupt in ein anderes Land zu kommen. Sie sind daher fast immer auf so genannte „Schlepper“ angewiesen. Dafür, dass diese Schlepper sie über die Grenzen schmuggeln, bezahlen die meisten viel Geld und nicht wenige auch mit ihrem Leben.

Allein 2011 starben im Mittelmeer auf seeuntüchtigen Booten ca. 1.500 Menschen. Trotzdem ist die Verzweiflung vieler Menschen so groß, dass sie gefährliche Fluchtrouten in Kauf nehmen. Manche Schlepper nutzen außerdem die Abhängigkeit der Menschen aus und misshandeln oder missbrauchen sie.

Während Österreich frei entscheiden kann, ob Migranten ins Land dürfen oder nicht, hat es die Verpflichtung, Asylsuchende aufzunehmen. Während des Asylverfahrens erhalten Asylsuchende eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung. Damit sind sie legal in Österreich.

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