
©Kurt Prinz
Pjeter war Mitte 40, hatte Karriere gemacht und eine Familie gegründet. Als Chef der Zollpolizei in Nordalbanien war es sein Job, Kriminelle hinter Gitter zu bringen. Als während des Kriegs die Gefängnisse geöffnet wurden, wollten die entflohenen Häftlinge Rache üben. Als sein Haus zerstört wurde, flüchtete die Familie. „Nie hätte ich gedacht, dass ich einmal flüchten muss. Wir mussten alles zurück lassen: Familie, Freunde, unseren Hund… In meinem Alter wieder bei Null anzufangen, eine neue Sprache zu lernen und meinen Platz in der Gesellschaft zu finden, war schwer.“
Pjeter und seine Familie leben seit 1997 in Österreich. In seiner Freizeit spielt er Theater, zuletzt stand er auf der Bühne des Wiener Volkstheaters.