United Nations High Commissioner for Refugees

Asylwerber, Migrant, Flüchtling?

Kopf oder Vase? ©Reichl und Partner
©Reichl und Partner

„Ohne Eltern zu leben ist schwer. Als ich in Österreich ankam, war alles neu und ich konnte die Sprache nicht. Das hat mir anfangs Angst gemacht. Doch mein Vater hat immer gesagt, es ist wichtig, offen zu sein und sich etwas zu trauen. Daran habe ich mich erinnert.“

Deeqa und 6 andere Flüchtlinge haben uns ihre persönliche Lebensgeschichte erzählt und so manches in Östereich weit verbreitete Vorurteil ins rechte Licht gerückt.

Riskieren auch Sie einen Blick hinter Ihre Vorurteile!

Flüchtlinge berichten

Hamed

Hamed

Die ganz persönliche Geschichte von Hamed

Nach der Teilnahme an einer Demonstration in seiner Heimat Syrien wurde Hamed eingesperrt. Als er wieder frei war, wurde er weiterhin bedroht, sodass es schließlich zu gefährlich wurde. Er verließ das Land.

„Mein Vater wurde gewarnt, dass mein Leben in Gefahr sei. Ich musste sofort – noch in Hausschuhen – flüchten. Innerhalb eines Tages schafften wir es nach Jordanien, wo wir zwei Jahre lang blieben. Es war aussichtslos, wir durften nicht arbeiten und das Ersparte war bald aufgebraucht.“

Hamed, seine Frau und seine zwei Kinder wurden 2014 über ein Resettlement-Programm für syrische Flüchtlinge von Österreich aufgenommen. Hamed möchte bald wieder als Busfahrer arbeiten und später ein eigenes Unternehmen gründen.


Razet

Razet

Die ganz persönliche Geschichte von Razet

Razet hat bereits zwei Kriege miterlebt. Als der zweite Tschetschenienkrieg ausbrach, verkaufte sie ihr Hab und Gut, um genügend Geld für die Flucht zu haben. Sie war schwanger und mit ihren zwei kleinen Töchtern tagelang zu Fuß unterwegs.

„Anfangs wohnten wir in einer Flüchtlingsunterkunft in Niederösterreich. Alles war so fremd: die Gerüche, die Sprache, alles. Ab und zu brachte der Dorfwirt übrig gebliebenes Essen. Eine Nachbarin nahm uns manchmal im Auto mit zum Bahnhof, der weit entfernt war. Einmal hat sie uns zu sich eingeladen, aber ich ging nicht hin, weil ich mich schämte. Ich denke heute noch an sie.“

Razet erhielt 2003 Asyl in Österreich. Die alleinerziehende Mutter von fünf Kindern ist ausgebildete Bürokauffrau. Nun studiert sie Sozialpädagogik und arbeitet im Flüchtlingsbereich.

Nina

Nina

Die ganz persönliche Geschichte von Nina

Nina war 17 und hatte gerade die Schule abgeschlossen, als der Krieg in Bosnien-Herzegowina ausbrach. Die Familie flüchtete nach Wien, wo Ninas Schwester bereits studierte. Ihr Studentenzimmer wurde zum ersten Zuhause der Familie. In Jugoslawien war Ninas Vater ein bekannter Dirigent, ihre Mutter vielbeschäftigte Schauspielerin. In Österreich mussten sich die beiden aber mit Gelegenheitsjobs durchschlagen.

„Arbeiten gehört zu einem gesunden Leben. An meinen Eltern habe ich gesehen, wie schwer es ist, wenn sich niemand für dein Können und deine Berufserfahrung interessiert, wenn man dadurch auch kein neues soziales Netz aufbauen kann. Es kostet viel Kraft, an dieser Erfahrung nicht zu zerbrechen. Heute sehe ich, was es mir bedeutet, die Möglichkeit zu haben, das eigene Können in den Dienst einer Aufgabe stellen zu können.“

Nina ist Filmemacherin und Regisseurin, sie unterrichtet regelmäßig an verschiedenen Universitäten und Instituten. In ihren Filmen widmet sie sich zahlreichen Themen, darunter auch Flucht und Migration. Seit 2004 ist sie österreichische Staatsbürgerin.


Zakia

Zakia

Die ganz persönliche Geschichte von Zakia

Zakia war erst acht Jahre alt, als sie Afghanistan verlassen musste. Ihr Vater war politisch aktiv und die Familie dadurch in Gefahr. Er flüchtete nach Österreich und bekam hier Asyl. Damit konnten Zakia, ihre Mutter und ihre Geschwister über die Familienzusammenführung nachkommen.

„Wir gehören der Volksgruppe der Hazara an. Das ist eine Minderheit in Afghanistan, die besonders von den Taliban verfolgt wird. Fast täglich werden in Afghanistan Hazara angegriffen, verschleppt oder umgebracht. Ich bin glücklich, dass ich hier in Österreich frühmorgens das Haus verlassen und sicher sein kann, dass ich meine Familie abends wiedersehe.“

Zakia studiert Rechtswissenschaften an der Uni Wien. Außerdem unterstützt sie Afghanen, die neu in Österreich ankommen, beim Start in diesem für sie fremden Land.

Ali

Ali

Die ganz persönliche Geschichte von Ali

Ali war noch ein Kind, als er mit seiner Familie aus dem Irak nach Syrien flüchtete. Sieben Jahre später brach auch dort der Krieg aus und sie wurden erneut vertrieben. In Österreich hat die Familie eine neue Heimat gefunden, heute studiert Ali an der Akademie der bildenden Künste in Wien.

„Ich bin so glücklich, dass ich Kunst studieren kann. In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit Gender, Religion und Sexualität. Das alles definiert aber nicht, wer du bist. Ich wünsche mir von den Menschen, dass sie respektvoll miteinander umgehen. Worte können sehr verletzen.“

Ali ist seit 2013 in Österreich. Um sein Studium zu finanzieren, arbeitet er in einem Restaurant. Eines Tages möchte er auch im Irak ein Kunstprojekt verwirklichen.

Javid

Javid

Die ganz persönliche Geschichte von Javid

Javid kommt aus Afghanistan und lebte lange im Iran. Als er 18 Jahre alt war, kehrte er mit seiner Familie nach Afghanistan zurück. Doch dort war er nicht sicher und musste fliehen. Javid lebt seit zweieinhalb Jahren in Österreich und studiert Schauspiel.

„Ich wünsche mir, dass die Menschen aufhören, in Kategorien zu denken. Wer sind die Flüchtlinge, die Afghanen, die Männer? Jeder von uns ist einzigartig und hat eine einzigartige Geschichte. Ich möchte, dass die Menschen mich sehen und nicht in eine Schublade stecken.“

Javid hat wie viele andere Afghanen subsidiären Schutz bekommen. Er darf somit in Österreich legal leben und arbeiten, hat aber nicht dieselben Rechte wie ein anerkannter Flüchtling.

Deeqa

Deeqa

Die ganz persönliche Geschichte von Deeqa

Deeqa war 15 Jahre alt, als sie mit ihrem Bruder aus Somalia nach Österreich kam. Ihre Familie war wohlhabend und Deeqa ist, so wie ihre Brüder, in der Hauptstadt Mogadishu zur Schule gegangen. Aufgrund ihrer liberalen Einstellung wurde die Familie von der Al-Shabab Miliz bedroht. Als schließlich ihr Vater starb, musste Deeqa flüchten.

„Ohne Eltern zu leben ist schwer. Als ich in Österreich ankam, war alles neu und ich konnte die Sprache nicht. Das hat mir anfangs Angst gemacht. Doch mein Vater hat immer gesagt, es ist wichtig, offen zu sein und sich etwas zu trauen. Daran habe ich mich erinnert.“

Deeqa ist seit 2008 in Österreich und arbeitet selbst im Integrationsbereich. Sie ist bei
mehreren Vereinen tätig, um Familien und unbegleitete Jugendliche bei der Integration
und im Alltag zu unterstützen.

Hamed

Hamed

Die ganz persönliche Geschichte von Hamed

Nach der Teilnahme an einer Demonstration in seiner Heimat Syrien wurde Hamed eingesperrt. Als er wieder frei war, wurde er weiterhin bedroht, sodass es schließlich zu gefährlich wurde. Er verließ das Land.

„Mein Vater wurde gewarnt, dass mein Leben in Gefahr sei. Ich musste sofort – noch in Hausschuhen – flüchten. Innerhalb eines Tages schafften wir es nach Jordanien, wo wir zwei Jahre lang blieben. Es war aussichtslos, wir durften nicht arbeiten und das Ersparte war bald aufgebraucht.“

Hamed, seine Frau und seine zwei Kinder wurden 2014 über ein Resettlement-Programm für syrische Flüchtlinge von Österreich aufgenommen. Hamed möchte bald wieder als Busfahrer arbeiten und später ein eigenes Unternehmen gründen.


Razet

Razet

Die ganz persönliche Geschichte von Razet

Razet hat bereits zwei Kriege miterlebt. Als der zweite Tschetschenienkrieg ausbrach, verkaufte sie ihr Hab und Gut, um genügend Geld für die Flucht zu haben. Sie war schwanger und mit ihren zwei kleinen Töchtern tagelang zu Fuß unterwegs.

„Anfangs wohnten wir in einer Flüchtlingsunterkunft in Niederösterreich. Alles war so fremd: die Gerüche, die Sprache, alles. Ab und zu brachte der Dorfwirt übrig gebliebenes Essen. Eine Nachbarin nahm uns manchmal im Auto mit zum Bahnhof, der weit entfernt war. Einmal hat sie uns zu sich eingeladen, aber ich ging nicht hin, weil ich mich schämte. Ich denke heute noch an sie.“

Razet erhielt 2003 Asyl in Österreich. Die alleinerziehende Mutter von fünf Kindern ist ausgebildete Bürokauffrau. Nun studiert sie Sozialpädagogik und arbeitet im Flüchtlingsbereich.

Nina

Nina

Die ganz persönliche Geschichte von Nina

Nina war 17 und hatte gerade die Schule abgeschlossen, als der Krieg in Bosnien-Herzegowina ausbrach. Die Familie flüchtete nach Wien, wo Ninas Schwester bereits studierte. Ihr Studentenzimmer wurde zum ersten Zuhause der Familie. In Jugoslawien war Ninas Vater ein bekannter Dirigent, ihre Mutter vielbeschäftigte Schauspielerin. In Österreich mussten sich die beiden aber mit Gelegenheitsjobs durchschlagen.

„Arbeiten gehört zu einem gesunden Leben. An meinen Eltern habe ich gesehen, wie schwer es ist, wenn sich niemand für dein Können und deine Berufserfahrung interessiert, wenn man dadurch auch kein neues soziales Netz aufbauen kann. Es kostet viel Kraft, an dieser Erfahrung nicht zu zerbrechen. Heute sehe ich, was es mir bedeutet, die Möglichkeit zu haben, das eigene Können in den Dienst einer Aufgabe stellen zu können.“

Nina ist Filmemacherin und Regisseurin, sie unterrichtet regelmäßig an verschiedenen Universitäten und Instituten. In ihren Filmen widmet sie sich zahlreichen Themen, darunter auch Flucht und Migration. Seit 2004 ist sie österreichische Staatsbürgerin.


Zakia

Zakia

Die ganz persönliche Geschichte von Zakia

Zakia war erst acht Jahre alt, als sie Afghanistan verlassen musste. Ihr Vater war politisch aktiv und die Familie dadurch in Gefahr. Er flüchtete nach Österreich und bekam hier Asyl. Damit konnten Zakia, ihre Mutter und ihre Geschwister über die Familienzusammenführung nachkommen.

„Wir gehören der Volksgruppe der Hazara an. Das ist eine Minderheit in Afghanistan, die besonders von den Taliban verfolgt wird. Fast täglich werden in Afghanistan Hazara angegriffen, verschleppt oder umgebracht. Ich bin glücklich, dass ich hier in Österreich frühmorgens das Haus verlassen und sicher sein kann, dass ich meine Familie abends wiedersehe.“

Zakia studiert Rechtswissenschaften an der Uni Wien. Außerdem unterstützt sie Afghanen, die neu in Österreich ankommen, beim Start in diesem für sie fremden Land.

Ali

Ali

Die ganz persönliche Geschichte von Ali

Ali war noch ein Kind, als er mit seiner Familie aus dem Irak nach Syrien flüchtete. Sieben Jahre später brach auch dort der Krieg aus und sie wurden erneut vertrieben. In Österreich hat die Familie eine neue Heimat gefunden, heute studiert Ali an der Akademie der bildenden Künste in Wien.

„Ich bin so glücklich, dass ich Kunst studieren kann. In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit Gender, Religion und Sexualität. Das alles definiert aber nicht, wer du bist. Ich wünsche mir von den Menschen, dass sie respektvoll miteinander umgehen. Worte können sehr verletzen.“

Ali ist seit 2013 in Österreich. Um sein Studium zu finanzieren, arbeitet er in einem Restaurant. Eines Tages möchte er auch im Irak ein Kunstprojekt verwirklichen.

Javid

Javid

Die ganz persönliche Geschichte von Javid

Javid kommt aus Afghanistan und lebte lange im Iran. Als er 18 Jahre alt war, kehrte er mit seiner Familie nach Afghanistan zurück. Doch dort war er nicht sicher und musste fliehen. Javid lebt seit zweieinhalb Jahren in Österreich und studiert Schauspiel.

„Ich wünsche mir, dass die Menschen aufhören, in Kategorien zu denken. Wer sind die Flüchtlinge, die Afghanen, die Männer? Jeder von uns ist einzigartig und hat eine einzigartige Geschichte. Ich möchte, dass die Menschen mich sehen und nicht in eine Schublade stecken.“

Javid hat wie viele andere Afghanen subsidiären Schutz bekommen. Er darf somit in Österreich legal leben und arbeiten, hat aber nicht dieselben Rechte wie ein anerkannter Flüchtling.

Deeqa

Deeqa

Die ganz persönliche Geschichte von Deeqa

Deeqa war 15 Jahre alt, als sie mit ihrem Bruder aus Somalia nach Österreich kam. Ihre Familie war wohlhabend und Deeqa ist, so wie ihre Brüder, in der Hauptstadt Mogadishu zur Schule gegangen. Aufgrund ihrer liberalen Einstellung wurde die Familie von der Al-Shabab Miliz bedroht. Als schließlich ihr Vater starb, musste Deeqa flüchten.

„Ohne Eltern zu leben ist schwer. Als ich in Österreich ankam, war alles neu und ich konnte die Sprache nicht. Das hat mir anfangs Angst gemacht. Doch mein Vater hat immer gesagt, es ist wichtig, offen zu sein und sich etwas zu trauen. Daran habe ich mich erinnert.“

Deeqa ist seit 2008 in Österreich und arbeitet selbst im Integrationsbereich. Sie ist bei
mehreren Vereinen tätig, um Familien und unbegleitete Jugendliche bei der Integration
und im Alltag zu unterstützen.

Hamed

Hamed

Die ganz persönliche Geschichte von Hamed

Nach der Teilnahme an einer Demonstration in seiner Heimat Syrien wurde Hamed eingesperrt. Als er wieder frei war, wurde er weiterhin bedroht, sodass es schließlich zu gefährlich wurde. Er verließ das Land.

„Mein Vater wurde gewarnt, dass mein Leben in Gefahr sei. Ich musste sofort – noch in Hausschuhen – flüchten. Innerhalb eines Tages schafften wir es nach Jordanien, wo wir zwei Jahre lang blieben. Es war aussichtslos, wir durften nicht arbeiten und das Ersparte war bald aufgebraucht.“

Hamed, seine Frau und seine zwei Kinder wurden 2014 über ein Resettlement-Programm für syrische Flüchtlinge von Österreich aufgenommen. Hamed möchte bald wieder als Busfahrer arbeiten und später ein eigenes Unternehmen gründen.


Razet

Razet

Die ganz persönliche Geschichte von Razet

Razet hat bereits zwei Kriege miterlebt. Als der zweite Tschetschenienkrieg ausbrach, verkaufte sie ihr Hab und Gut, um genügend Geld für die Flucht zu haben. Sie war schwanger und mit ihren zwei kleinen Töchtern tagelang zu Fuß unterwegs.

„Anfangs wohnten wir in einer Flüchtlingsunterkunft in Niederösterreich. Alles war so fremd: die Gerüche, die Sprache, alles. Ab und zu brachte der Dorfwirt übrig gebliebenes Essen. Eine Nachbarin nahm uns manchmal im Auto mit zum Bahnhof, der weit entfernt war. Einmal hat sie uns zu sich eingeladen, aber ich ging nicht hin, weil ich mich schämte. Ich denke heute noch an sie.“

Razet erhielt 2003 Asyl in Österreich. Die alleinerziehende Mutter von fünf Kindern ist ausgebildete Bürokauffrau. Nun studiert sie Sozialpädagogik und arbeitet im Flüchtlingsbereich.

Nina

Nina

Die ganz persönliche Geschichte von Nina

Nina war 17 und hatte gerade die Schule abgeschlossen, als der Krieg in Bosnien-Herzegowina ausbrach. Die Familie flüchtete nach Wien, wo Ninas Schwester bereits studierte. Ihr Studentenzimmer wurde zum ersten Zuhause der Familie. In Jugoslawien war Ninas Vater ein bekannter Dirigent, ihre Mutter vielbeschäftigte Schauspielerin. In Österreich mussten sich die beiden aber mit Gelegenheitsjobs durchschlagen.

„Arbeiten gehört zu einem gesunden Leben. An meinen Eltern habe ich gesehen, wie schwer es ist, wenn sich niemand für dein Können und deine Berufserfahrung interessiert, wenn man dadurch auch kein neues soziales Netz aufbauen kann. Es kostet viel Kraft, an dieser Erfahrung nicht zu zerbrechen. Heute sehe ich, was es mir bedeutet, die Möglichkeit zu haben, das eigene Können in den Dienst einer Aufgabe stellen zu können.“

Nina ist Filmemacherin und Regisseurin, sie unterrichtet regelmäßig an verschiedenen Universitäten und Instituten. In ihren Filmen widmet sie sich zahlreichen Themen, darunter auch Flucht und Migration. Seit 2004 ist sie österreichische Staatsbürgerin.


Zakia

Zakia

Die ganz persönliche Geschichte von Zakia

Zakia war erst acht Jahre alt, als sie Afghanistan verlassen musste. Ihr Vater war politisch aktiv und die Familie dadurch in Gefahr. Er flüchtete nach Österreich und bekam hier Asyl. Damit konnten Zakia, ihre Mutter und ihre Geschwister über die Familienzusammenführung nachkommen.

„Wir gehören der Volksgruppe der Hazara an. Das ist eine Minderheit in Afghanistan, die besonders von den Taliban verfolgt wird. Fast täglich werden in Afghanistan Hazara angegriffen, verschleppt oder umgebracht. Ich bin glücklich, dass ich hier in Österreich frühmorgens das Haus verlassen und sicher sein kann, dass ich meine Familie abends wiedersehe.“

Zakia studiert Rechtswissenschaften an der Uni Wien. Außerdem unterstützt sie Afghanen, die neu in Österreich ankommen, beim Start in diesem für sie fremden Land.

Ali

Ali

Die ganz persönliche Geschichte von Ali

Ali war noch ein Kind, als er mit seiner Familie aus dem Irak nach Syrien flüchtete. Sieben Jahre später brach auch dort der Krieg aus und sie wurden erneut vertrieben. In Österreich hat die Familie eine neue Heimat gefunden, heute studiert Ali an der Akademie der bildenden Künste in Wien.

„Ich bin so glücklich, dass ich Kunst studieren kann. In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit Gender, Religion und Sexualität. Das alles definiert aber nicht, wer du bist. Ich wünsche mir von den Menschen, dass sie respektvoll miteinander umgehen. Worte können sehr verletzen.“

Ali ist seit 2013 in Österreich. Um sein Studium zu finanzieren, arbeitet er in einem Restaurant. Eines Tages möchte er auch im Irak ein Kunstprojekt verwirklichen.

Javid

Javid

Die ganz persönliche Geschichte von Javid

Javid kommt aus Afghanistan und lebte lange im Iran. Als er 18 Jahre alt war, kehrte er mit seiner Familie nach Afghanistan zurück. Doch dort war er nicht sicher und musste fliehen. Javid lebt seit zweieinhalb Jahren in Österreich und studiert Schauspiel.

„Ich wünsche mir, dass die Menschen aufhören, in Kategorien zu denken. Wer sind die Flüchtlinge, die Afghanen, die Männer? Jeder von uns ist einzigartig und hat eine einzigartige Geschichte. Ich möchte, dass die Menschen mich sehen und nicht in eine Schublade stecken.“

Javid hat wie viele andere Afghanen subsidiären Schutz bekommen. Er darf somit in Österreich legal leben und arbeiten, hat aber nicht dieselben Rechte wie ein anerkannter Flüchtling.

Deeqa

Deeqa

Die ganz persönliche Geschichte von Deeqa

Deeqa war 15 Jahre alt, als sie mit ihrem Bruder aus Somalia nach Österreich kam. Ihre Familie war wohlhabend und Deeqa ist, so wie ihre Brüder, in der Hauptstadt Mogadishu zur Schule gegangen. Aufgrund ihrer liberalen Einstellung wurde die Familie von der Al-Shabab Miliz bedroht. Als schließlich ihr Vater starb, musste Deeqa flüchten.

„Ohne Eltern zu leben ist schwer. Als ich in Österreich ankam, war alles neu und ich konnte die Sprache nicht. Das hat mir anfangs Angst gemacht. Doch mein Vater hat immer gesagt, es ist wichtig, offen zu sein und sich etwas zu trauen. Daran habe ich mich erinnert.“

Deeqa ist seit 2008 in Österreich und arbeitet selbst im Integrationsbereich. Sie ist bei
mehreren Vereinen tätig, um Familien und unbegleitete Jugendliche bei der Integration
und im Alltag zu unterstützen.

 
 

Die Broschüre wurde durch Unterstützung von Reichl und Partner ermöglicht.

URL: www.unhcr.at/unhcr/in-oesterreich/fluechtlingsland-oesterreich/fakten-zu-asyl-in-oesterreich.html
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