United Nations High Commissioner for Refugees

Resettlement

© UNHCR/unhcr.at

Kriege, politische Unruhen, Krisen - Menschen müssen aus den verschiedensten Gründen aus ihren Heimatländern fliehen. In erster Linie sind es die Nachbarstaaten solcher Krisenregionen, oft selbst arme Länder, die dann in kurzer Zeit die Aufnahme vieler tausender Flüchtlinge organisieren müssen und damit häufig strukturell überfordert sind. Flüchtlinge möchten so schnell wie möglich in ihre Heimat zurückkehren, doch oft lassen die Verhältnisse im Herkunftsland eine baldige Rückkehr nicht zu. Wenn für ein Erstzufluchtsland der Flüchtlingsstrom zu groß ist oder es die Sicherheit für eine dauerhafte Integration der Flüchtlinge nicht bieten kann, ist die Neuansiedlung in einem Drittland, das so genannte Resettlement, oft die einzig mögliche Lösung.

Resettlement ist neben freiwilliger Rückkehr, Asyl und Integration eine von drei dauerhaften Lösungen um Flüchtlinge zu unterstützen, sich ein neues Leben in Frieden und Würde aufzubauen. Der Begriff bezeichnet die dauerhafte Neuansiedlung besonders verletzlicher Flüchtlinge in einem zur Aufnahme bereiten Drittstaat, der ihnen vollen Flüchtlingsschutz gewährt und ihnen die Möglichkeit bietet, sich im Land zu integrieren.
Für ein Resettlement vereinbart UNHCR – oft auch unter Mithilfe anderer humanitärer Organisationen – mit dem möglichen Neuansiedlungsland den konkreten Ablauf des Resettlements. Das umfasst die Auswahl der Personen, die Reiseformalitäten, einen Sicherheitscheck sowie die Aufnahme vor Ort. Sowohl der betroffene Flüchtling als auch sein möglicher neuer Heimatstaat müssen dem Resettlement zustimmen.
Bislang bieten nur einige Staaten Resettlement-Programme in Zusammenarbeit mit UNHCR an, durch die jedes Jahr eine festgelegte Anzahl von Flüchtlingen aufgenommen wird. Die jährlich angebotenen Kontingente liegen lediglich bei insgesamt rund 80.000 Plätzen, der weltweite Bedarf ist jedoch weitaus größer. In den nächsten fünf Jahren werden rund 800.000 Menschen Resettlement benötigen.
Die meisten Flüchtlinge (rund 80%) werden momentan von den USA, Kanada und Australien aufgenommen. In Europa bieten die nordischen Länder die meisten Resettlement-Plätze, aber auch viele andere Länder haben bereits kleinere Programme gestartet. In Österreich gibt es noch kein Resettlement-Programm.


Freiwillige Rückkehr

UNHCR unterstützt Flüchtlinge, die in ihre Heimat zurückkehren wollen.

Integration

Für Menschen, die auf lange Sicht nicht in ihre Heimat zurückkehren können, ist die Integration im Aufnahmeland die naheliegendste Lösung.

Resettlement - Eindrücke aus Timisoara (Rumänien)

Resettlement - Eindrücke aus Timisoara (Rumänien)

Das Emergency Transit Center (ETC) in Rumänien wurde 2008 eröffnet und beherbergt Flüchtlinge auf dem Weg zum Resettlement für bis zu 6 Monate. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen im Mai 2009 befanden sich vor allem palästinensische und sudanesische Flüchtlinge im Zentrum, die aus einem irakischen Flüchtlingslager evakuiert wurden und hier nun auf ihr Resettlement in einen Drittstaat warteten.

Das Emergency Transit Center (ETC) in Rumänien wurde 2008 eröffnet und beherbergt Flüchtlinge auf dem Weg zum Resettlement für bis zu 6 Monate. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen im Mai 2009 befanden sich vor allem palästinensische und sudanesische Flüchtlinge im Zentrum, die aus einem irakischen Flüchtlingslager evakuiert wurden und hier nun auf ihr Resettlement in einen Drittstaat warteten.

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