United Nations High Commissioner for Refugees

Unbegleitete minderjährige Asylsuchende

© UNHCR/unhcr.at/L. Taylor

Jedes Jahr müssen Kinder und Jugendliche ohne ihre Familie aus den Krisenregionen dieser Welt flüchten. Die Gründe, weshalb sie ihre Heimat verlassen, sind vielfältig. Nach der schmerzlichen Trennung von ihrer Familie sind viele dieser Kinder gezwungen, gefährliche Fluchtrouten auf sich zu nehmen, viele werden dabei Opfer von Menschenhändlern.

Ganz auf sich allein gestellt, müssen sie also nicht nur die Strapazen und Gefahren der Flucht auf sich nehmen, sondern auch die Schwierigkeiten, die die Asylverfahren in den Ankunftsländern mit sich bringen.

Seit den 1990er Jahren gibt es zahlreiche Bestrebungen auf internationaler Ebene, diese besonders verletzliche Gruppe der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge zu schützen. UNHCR hat 2009 Richtlinien zu Asylanträgen von Kindern veröffentlicht und auch auf europäischer Ebene wurden Richtlinien für den Umgang erarbeitet. Doch trotz dieser Garantien gibt es immer noch zahlreiche Schutzlücken. So werden auch Entwicklungen im Bereich der Kinderrechte in den Asylverfahren oftmals nicht berücksichtigt.

Vorrangiges Ziel von UNHCR ist es, unter den Akteuren des Asylsystems noch mehr Bewusstsein für die speziellen Bedürfnisse dieser Kinder und Jugendlichen zu schaffen, die besonders von Gewalt, Unterdrückung und Verfolgung betroffen sind. Kinder und Jugendliche müssen aber nicht nur im Asylverfahren kindgerecht behandelt werden,  sondern auch während der Zeitspanne ihrer Asylverfahren muss besonderes Augenmerk auf ihr Wohl gelegt werden, dies betrifft beispielsweise eine kindgerechte Unterbringung und Betreuung sowie den Anspruch auf Aus- und Weiterbildung.

URL: www.unhcr.at/mandat/asylsuchende/unbegleitete-minderjaehrige-asylsuchende.html
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