United Nations High Commissioner for Refugees

Hadi Mohammadi

Hadi Mohammadi während einer Aufführung des Stücks "Die Reise" im Volkstheater.
© Helmut Wimmer

„Auf der Flucht lernt man, auf sich selber aufzupassen, weil man ist alleine. Man spürt die ganze Zeit den Tod auf der Flucht.“ Dieses Zitat stammt von Hadi, einem jungen Flüchtling aus Afghanistan, der im Rahmen des Theaterstücks "Die Reise" seine ganz persönliche Fluchtgeschichte erzählt. Es ist eine Geschichte, die unter die Haut geht.

Ein 14jähriger, der völlig allein aus Afghanistan flüchtet.

Seine Flucht dauert insgesamt fünf Monate. Er wird von Schleppern in den Iran und durch die Türkei geschleust, wo sie von Polizisten beschossen werden, mit ein paar anderen jungen Burschen setzt er mit einem löchrigen Schlauchboot nach Griechenland über, schlussendlich kommt er in einem Lkw versteckt in Österreich an.

Mittlerweile ist Hadi 18 und spricht beinahe perfekt Deutsch. Sein Asylverfahren in Österreich läuft immer noch, aber er hat mittlerweile subsidiären Schutz erhalten. Dieser Status berechtigt ihn, in Österreich zu arbeiten und er wird in Kürze eine Lehre in der Wiener Hauptbibliothek beginnen. Er hat hart daran gearbeitet, sich seinen Platz in Österreich zu erkämpfen. So lange er aber kein anerkannter Flüchtling ist, darf er nicht reisen und kann seine Schwester, die er sehr vermisst und die ebenfalls aus Afghanistan geflüchtet ist, nicht besuchen.

UNHCR durfte Hadi mit der Kamera vor der Theatervorstellung zu Hause besuchen und hat mit ihm über sein Leben in Österreich, seine Ziele, seine Träume und seine Schwierigkeiten gesprochen.

Im Rahmen des Theaterstücks "Die Reise" erzählen 30 in Österreich lebende MigrantInnen auf der Bühne des Volkstheaters ihre Lebensgeschichte.

Hadi erzählt seine Geschichte

Hadi in "Die Reise"

URL: www.unhcr.at/mandat/asylsuchende/hadi-mohammadi.html?L=zhceavsd%20%27
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