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Schiffbrüchige im Mittelmeer auf dem Weg nach Europa
Rabat - UNHCR erhielt vor einigen Tagen die Nachricht, dass die marokkanische Marine ein Boot mit über 60 Menschen an Bord aufgegriffen hat. 53 der Flüchtlinge konnten gerettet werden, vier haben die Überfahrt nicht überlebt und mussten tot geborgen werden. Das Boot wurde einige Kilometer vor der nördlichen Küste Dar Kabdani entdeckt. Mehrere Menschen seien nach Angaben der Überlebenden außerdem ertrunken; ihre Körper konnten jedoch bisher nicht gefunden werden.
Es befanden sich auch Kinder unter zehn Jahren und schwangere Frauen unter den Passagieren. Bei zwei der Personen, die gestorben sind, handelt es sich um eine kongolesische Frau und ihre Tochter. Beide waren bei UNHCR registrierte Flüchtlinge. Die Passagiere berichteten auch von einem jungen Flüchtling aus Kongola, der ertrunken sei.
Außerdem wurden zwei Segelboote mit etwa 80 Menschen geborgen. Sie starteten in Griechenland und wurden nach einer Woche auf hoher See von der italienischen Küstenwache am Montag entdeckt. Zu dem Zeitpunkt als sie gefunden wurden, hatten sie weder Wasser noch Nahrungsmittel übrig.
UNHCR liegen auch Informationen vor, nach denen ein Boot, das am Wochenende von der libyschen Küste aus gestartet war, vom maltesischen Militär aufgegriffen wurde. Es handelte sich dabei den Berichten zufolge um 44 Personen an Bord, darunter viele aus Somalia.
Die libysche Küstenwache spricht von bis zu 400 Menschen, die in den vergangenen Tagen vor der libyschen Küste geborgen wurden. Trotz der Wintermonate versuchen viele Migranten und Flüchtlinge in jüngster Zeit wieder verstärkt über Libyen nach Europa zu gelangen.
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